Was ist Kunsttherapie?

In der Kunsttherapie erfährt der Patient eine Behandlung, in welcher er mit Farben (Malerei) oder Formen (Bildhauerei) zur Gestaltung eines bzw. mehrerer Bilder  oder Plastiken kommt. Er wird dabei unterstützend und reflektierend begleitet vom Therapeuten, der seine Erkrankung kennenlernt und häufig Informationen von ärztlicher Seite zusätzlich berücksichtigt. Zu Beginn ist es wichtig, ein auf den Menschen abgestimmtes Medium zu finden. Soll also gemalt, gezeichnet oder plastiziert werden und wenn, mit welchen Materialien.

Wie wirkt Kunsttherapie?

Da frei von Leistungsdruck gearbeitet wird, sind gerade die ersten Schritte betont spielerisch (z.B. ein ungegenständliches Bild oder eine Tonplastik mit verbundenen Augen). Es geht nicht darum, die entstandenen Arbeiten zu bewerten. Vielmehr geht es um die Wirkung, die sowohl das Tun, als auch das Ergebnis im Anschauen haben kann. Steht das Tun im Vordergrund, so handelt es sich häufig um akute Beschwerden z.B. eine Farbmeditation bei Schlafstörungen, eine Lektion aus dem Formenzeichnen bei Bluthochdruck oder eine Methode zur Entstehung einer Plastik bei Migräne. Tritt zum Tätigsein das reflektierende Betrachten hinzu, so geht es um den Schaffensprozess. Dann ergeben sich aus den ersten Arbeiten Anregungen zu Fortsetzungen, die zu Vertiefung und Veränderung führen können, z.B. erlebte ein Patient mit Depression ein vom Vortag gemaltes tiefschwarzes Aquarell als Aufforderung, diesem ein zweites Bild mit Aufhellung anzuschließen. Oft kristallisiert sich im Prozess ein Thema heraus. Grenzbildung, Überwindung von Blockaden, Stabilisierung, Bewältigung von Erlebnissen aus der Vergangenheit oder Gleichgewichtsfindung sind Beispiele dafür. Die Auseinandersetzung mit einem Thema bietet eine Möglichkeit, die Wurzeln einer Lebenssituation kennen zu lernen und eigene Ideen und Kräfte zu neuem Wachstum und Heilung zu entwickeln.

Die Begegnung mit der eigenen Schaffenskraft und dem Therapeuten als Gegenüber bedeutet für den Patienten immer eine positive Erfahrung und vermag so stärkend, stabilisierend und klärend auf ihn zu wirken. Sie kann Vergangenes aufarbeiten, Gegenwärtiges reflektieren und Zukünftiges erspüren lassen.

Wo wirkt Kunsttherapie?

Kunsttherapie wirkt sowohl bei körperlichen als auch bei seelischen Erkrankungen, in biographischen Krisen und bei kindlichen Entwicklungswiderständen.

 

Wer macht Kunsttherapie?

Ich arbeite mit Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern oftmals in Kooperation mit Ärzten.
In der Kunsttherapie ist es oft umgekehrt wie im üblichen Verständnis, je weniger Begabung, Erfahrung oder Können, um so besser und stärker kann eine Therapie wirken.

Wer verordnet und bezahlt Kunsttherapie?

Eine Behandlung kann von jedem Haus bzw. Facharzt auf Kassen oder Privatrezept verordnet werden. Da die Kostenübernahme seitens der Kassen als freiwillige Leistung erfolgt, belastet sie nicht das Budjet ihres Arztes.

  

Die Kosten werden übernommen von der Securvita, Barmer/GEK, HEK, Bergische Krankenkasse und zahlreichen BKKs. Darüber hinaus kann jede gesetzliche Krankenkasse nach Antragstellung eine kunsttherapeutische Behandlung bezahlen. Bei einer Ablehnung seitens ihrer Krankenkasse können sie ihr Recht in Anspruch nehmen, in eine Krankenkasse zu wechseln, welche die Kosten für eine Kunsttherapie übernimmt. Sollte dies nicht möglich sein, so kann die Therapie mit Mitteln aus einem Spendenfonds für künstlerische Therapien ermöglicht werden. Dieser wird unterhalten von der Victor Thylmann Gesellschaft Hamburg. Sind Sie privat versichert, so können Sie bei mir eine Kunsttherapie als Psychotherapie abrechnen, da ich zur Ausübung der Heilkunde im Bereich Psychotherapie qualifiziert bin (Heilpraktiker für Psychotherapie).

Wie kann ich die Krankenkasse wechseln?

Ab dem 1.1.2009 müssen alle Krankenkassen denselben Beitragssatz von 15,5 % erheben. Jeder gesetzlich Versicherte hat das Recht, die Mitgliedschaft bei seiner Kasse zu kündigen und in eine Kasse seiner Wahl zu wechseln. Dabei gilt eine Kündigungsfrist von zwei Monaten. Die neue Kasse ist unabhängig von der Krankheitsgeschichte des Patienten zu einer Aufnahme gesetzlich verpflichtet.

Weitere Informationen zu Krankenkassenwechsel und Leistungen


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